
«Sein Benehmen ist für Paramount in letzter Zeit nicht akzeptabel gewesen», sagte Viacom-Konzernchef Sumner Redstone am Dienstag dem «Wall Street Journal». Das Studio ist Teil des Viacom-Konzern. Das schlagzeilenträchtige Verhalten des 44 Jahre alten Schauspielers habe dem jüngsten Paramount-Cruise-Streifen «Mission Impossible 3» an den Kinokassen geschadet, führte das Studio als Begründung an.
«So sehr wie ihn (Cruise) auch persönlich schätzen, so hielten wir es doch für falsch, seinen Vertrag zu erneuern», sagte Redstone. Die Benimm-Schelte handelte sich der Schauspieler, dessen Jahreseinkommen vom US-Magazin «Forbes» auf etwa 67 Millionen Dollar (52 Mio Euro) geschätzt wird, von Paramount unter anderem durch seine aggressive Werbung für die Organisation Scientology ein.
Kurz vor der Geburt von Töchterchen Suri im April hatte Cruise in Fernsehinterviews die umstrittene «stille Geburt» in der Tradition der Scientology-Lehre propagiert. Für Aufsehen und Kopfschütteln sorgten auch Cruises öffentliche Liebesbeweise für seine Verlobte und Mutter seines Kindes, Katie Holmes (27), wie etwa der Sofa-Sprung in der Oprah-Winfrey-Talkshow.
Mit seiner Kollegin Brooke Shields lieferte sich Cruise im vergangenen Jahr zudem ein bitteres Wortgefecht über die Behandlung von Wochenbettdepressionen. Cruise warf Shields in einer TV-Show vor, sie hätte keine Medikamente gegen ihre Depression nehmen sollen, sondern besser Vitamine geschluckt und Sport gemacht.
Großes Befremden hatte Cruise mit seiner Ankündigung ausgelöst, direkt nach der Geburt von Suri, Plazenta und Nabelschnur verspeisen zu wollen. Der Schauspieler versprach sich davon eine „nahrhafte“ Mahlzeit. Ob sich Cruise im April tatsächlich mit den Überresten der Geburt stärkte, drang nicht an die Öffentlichkeit.
Dagegen sickert durch, dass sich auch Holmes mittlerweile in den Fängen der Sekte befinde. Bisweilen lausche sie sieben Stunden am Tag Scientology-Vorlesungen, berichteten US-Medien.
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